Gesundheit

Krankenversicherung für Grenzgänger: Schweizer oder französisches System?

Wenn Sie in der Schweiz zu arbeiten beginnen, müssen Sie Ihre Krankenversicherung wählen. Diese Wahl treffen Sie nur einmal, und sie gilt lange: Es lohnt sich, vor der Unterschrift zu vergleichen.

Kurz gesagt
  • Sie haben nach Ihrer Anstellung 3 Monate Zeit für die Wahl.
  • Ohne Wahl gilt automatisch die Schweizer Versicherung.
  • Vergleichen Sie beide Preise vor dem Entscheid: Ein Zurück ist fast nie möglich.

Die zwei Möglichkeiten

Schweizer Versicherung (LAMal)Französische Sozialversicherung (« CMU frontalier »)
Berechnung der KostenEine feste Prämie pro versicherte Person, je nach Versicherer und Wohnort8 % des steuerlichen Referenzeinkommens (revenu fiscal de référence, Betrag auf Ihrem Steuerbescheid), nach einem Abzug
FamilieEine Prämie für jedes FamilienmitgliedEin einziger Beitrag, der auch den Ehepartner und unterhaltsberechtigte Kinder abdeckt
StelleFrei gewählter Schweizer VersichererCaisse primaire d'assurance maladie (CPAM) und URSSAF

Die Frist, die Sie nicht verpassen dürfen: 3 Monate

Sie haben 3 Monate ab Ihrer Anstellung in der Schweiz für Ihre Wahl. Wenn Sie in dieser Frist nichts unternehmen, werden Sie automatisch der Schweizer Versicherung zugeteilt.

Wenn Sie trotzdem weiter in Frankreich Beiträge zahlen, sind Sie unter Umständen doppelt versichert. In diesem Fall können Sie die Abmeldung auf französischer Seite beantragen.

Kann man die Wahl später ändern?

Grundsätzlich nicht: Die Wahl ist endgültig. Es gibt jedoch drei Situationen, in denen Sie neu wählen können:

  • Pensionierung mit ausschliesslich einer Schweizer Rente;
  • Wiederaufnahme einer Arbeit in der Schweiz nach einer Unterbrechung (Arbeit oder Arbeitslosigkeit in Frankreich);
  • Wechsel des Wohnsitzlandes.

So vergleichen Sie konkret

  1. Suchen Sie Ihr steuerliches Referenzeinkommen (revenu fiscal de référence) auf Ihrem letzten Steuerbescheid.
  2. Holen Sie bei mehreren Schweizer Versicherern Offerten für jedes Mitglied des Haushalts ein.
  3. Vergleichen Sie den Jahresbetrag, aber auch den Zugang zur Behandlung auf beiden Seiten der Grenze.
  4. Denken Sie an die Zukunft: Eine Lohnerhöhung erhöht den französischen Beitrag, nicht aber die Schweizer Prämie.

Rechner: Was kostet jede Möglichkeit?

Französische Variante
Schweizer Variante

Französische Variante: 8 % des steuerlichen Referenzeinkommens nach einem Abzug von 12 015 € (ein Viertel der französischen Beitragsbemessungsgrenze 2026 von 48 060 €). Schweizer Variante: Prämien umgerechnet zum Kurs von 1 CHF = 1.0738 € (9. Oktober 2026). Massgebend ist grundsätzlich das Einkommen von vor zwei Jahren.

Die Kosten sind nicht alles: Vergleichen Sie auch die Rückerstattungen und den Zugang zur Behandlung auf beiden Seiten der Grenze.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit habe ich für die Wahl zwischen Schweizer Versicherung (LAMal) und CMU?

Sie haben 3 Monate ab Ihrer Anstellung in der Schweiz. Ohne Wahl werden Sie automatisch der Schweizer Versicherung zugeteilt.

Kann man die Krankenversicherung später wechseln?

Grundsätzlich nicht, die Wahl ist endgültig. Neu wählen können Sie nur bei einer Pensionierung mit ausschliesslich Schweizer Rente, bei Wiederaufnahme einer Arbeit in der Schweiz nach einer Unterbrechung oder bei einem Wechsel des Wohnsitzlandes.

Wie wird der CMU-Beitrag für Grenzgänger berechnet?

Er beträgt 8 % des steuerlichen Referenzeinkommens des Haushalts, nach einem Abzug von 12 015 € im Jahr 2026 (ein Viertel der jährlichen französischen Beitragsbemessungsgrenze).

Quellen: Frontaliers Grand Est, Krankheit und Behandlung · Alptis, Optionsrecht